Ausdrucksbewegungseinheit 2
Meta-Daten
Szene: Sturm auf die Funkstation*
Ordnungsnummer: 02
Einzelanalyse: Gung Ho!*
Timecode von: 01:01:58:20
Timecode bis: 01:04:06:06
Entstehungsjahr: 1943
Die Kamerabewegung hinunter entlang eines Fahnenmastes etabliert Raumkoordinaten (X-Achse) eines Handlungsraums, der von der befehlshabenden Figur des Gegners auf Bodenebene mittels richtunggebenden Armbewegungen vektorisiert und durch das Ausschwärmen der Truppen und einer Kamerafahrt dynamisiert wird. Getragen wird diese Expansionsbewegung auf Ebene der Akustik von der schrillen Musik, sowie dem Brüllen des feindlichen Vorgesetzten und wird ergänzt von dem sich ausbreitenden Klang der Marschbewegung. In einem Gegenschnitt auf die sich nähernden Marines wird die eindämmende Bewegungsfiguration eingeführt, die mit einem Wechsel der Musik einhergeht, die in vermittelnd bedrohlich umschwenkt. In der erhöhten Schnittfrequenz von sich kampfbereit machenden Japanern und sich an einem Ufer zusammenziehenden Marines realisiert sich das Bild der sich zuspitzenden Anspannung auf der Ebene der Einstellungswechsel.
Die Eindämmungsbewegung, die vorrangig als eine Bewegung von rechts nach links inszeniert ist, stagniert mit Einsetzten des Schusswechsels, getragen von den lauten und anhaltenden Gewehrsalben beider Seiten, die Gegeneinander prallen; die Schlinge kann nicht zugezogen werden. Begleitend zur Gestaltungsebene des Tons wird nun in der Bildkomposition diese Stagnation aufgegriffen: entlang einer diagonalen Line gereiht, bleibt der Trupp an einer Sandzunge stecken, an der auch die Wellenbewegung in Richtung der Marschbewegung bricht.